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Welkes Feigenblatt

Publikationsdatum: 
15.06.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Roger Blum, Ombudsmann von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, jubiliert. Vor genau 25 Jahren wurde seine Ombudsstelle geschaffen. Weil sonst niemand feiern mag, schenkt er sich selber ein Buch. Und eine Geburtstagsparty. Der Auftrag des Ombudsmanns lautet, Beanstandungen des Programms zu beurteilen und die Unabhängige Beschwerdeinstanz (UBI) von «Bagatellfällen» zu entlasten. Das Publikum soll bei ihm ein rasches, unabhängiges Gehör finden. Mag sein, dass Ombudsmann Blum und seine drei Kollegen der andern Sprachregionen Grund haben, sich über ihre hübschdotierten Pöstchen zu freuen. Fürs Publikum gibt’s nichts zu feiern.
Denn der SRF-Ombudsmann war von Anfang an auf Wirkungslosigkeit angelegt. Von ähnlich langen Spiessen zwischen den zwangsgebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sendern und ihren medialen Opfern kann keine Rede sein. Noch kein einziges Mal hat eine Kritik des Ombudsmanns zu personellen Konsequenzen geführt. Höchst selten haben sich die SRF-Verantwortlichen für eine Fehlleistung entschuldigt. Ihre Reaktion auf die Rügen besteht jeweils aus Selbstverteidigung, Herummaulen und Weitermachen wie bisher.
Wenn nun SRF-Chefredaktor Tristan Brenn dem Ombudsmann Roger Blum zum 25. Jubiläum in der NZZ gewundene Kränze flicht, sollte sich dieser nichts darauf einbilden. Es handelt sich lediglich um das vorgezogene Bewerbungsschreiben für die Nachfolge von SRF-Direktor Ruedi Matter. Kein zurechnungsfähiger Mensch glaubt Brenns Behauptung, die Fernseh- und Radiojournalisten hätten bei ihrer Arbeit ununterbrochen die Frage vor Augen: «Was würde der Ombudsmann dazu sagen?» Das selbstgerechte Selbstbild, das in den SRF-Studios herrscht, belegt trotz 25 Jahren Ombudsmann folgende Aussage von Chefredaktor Brenn: «Gelogen wird anderswo.» Entsprechende Verbreiter von Lügen, Diffamierungen und Falschaussagen seien nämlich die Wutbürger auf Facebook, Twitter und «zunehmend» auch die bei «offiziellen Beanstandungen» von SRF-Sendungen. Also auch nach einem Vierteljahrhundert Ombudsmann alles wie gehabt bei den Programmgestaltern von Radio und Fernsehen: Publikumsbeschimpfung statt Selbstreflexion.
Doch es gibt Hoffnung. Das Publikum wendet sich zunehmend ab vom öffentlich-rechtlichen Medienkonsum. Lange genug hat der Hintern über den Geist triumphiert.

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