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Von Schlapphüten und Schwatztüten

Publikationsdatum: 
11.05.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Die Schweiz hat grossartige Fähigkeiten. Die Spionage gehört allerdings nicht da-zu. Schon 1916 flogen zwei Generalstabsoffiziere auf, die den Mittelmächten geheime Informationen zuschoben. 1942 erwischten die Nazis den jungen Leutnant Ernst Mörgeli, der in Stuttgart für die Schweiz spionierte. Sie steckten ihn acht Monate in ein Konzentrationslager. Der spezielle Nachrichtendienst von Oberst Bachmann schickte 1979 den Agenten Kurt Schilling nach Österreich. Schlapphut Schil-ling erfüllte seinen Geheimauftrag so auffällig, dass sogar die Österreicher etwas merkten. Auch die «Geheimarmee» mit dem Decknamen P-27 wurde 1990 durch die Fichenaffäre publik.
Für Spione gibt’s weder Fachhochschulen noch universitäre Lehrgänge. Dies zeigt die Laufbahn unseres obersten Staatsschützers Markus Seiler. Zuerst war er Politologe. Dann Pressesprecher der FDP Schweiz. Dann persönlicher Mitarbeiter von Kaspar Villiger. Dann Generalsekretär von Samuel Schmid. Dann Chef des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB). Kaum ist jüngst ein Zürcher Ex-Stadtpolizist in Frankfurt als Spitzel von Seiler enttarnt worden, eilte Nationalrätin Corina Eichenberger dem Nachrichtenchef zu Hilfe und quasselte: «Der NDB hat uns den Fall damals dargelegt.» Bundesrat Ueli Maurer schwafelte: «Ich habe vom Schweizer Agenten gewusst und den Gesamtbundesrat informiert.» Und Bundesrat Guy Parmelin babbelte: «Der Bundesrat wird sich mit der Sache befassen.»
Die Schweiz ist selbst bei der Spionage ein Sonderfall. In keinem andern Land der Welt würden politische Verantwortungsträger öffentlich über Spione sprechen. Haben sie je einen israelischen Minister gehört, der ausplaudert, seine Regierung habe einen Mossad-Agenten von Argentinien nach Brasilien verlegt? Nicht einmal das Weichei Obama hätte je zugegeben, dass er Merkel abgelauscht hat.
Jetzt ist in Deutschland ein Schweizer Spion aufgeflogen. In der Schweiz wühlen deutsche Spione zu Dutzenden. Sie sitzen unauffällig in den Schalterhallen der Banken und notieren deutsche Nummernschilder. Sie betreiben Industriespionage bei Hightechfirmen. Unser Nachrichtendienst, die Bundesanwaltschaft und die Bundeskriminalpolizei hätten im Inland mehr als genug zu tun. Sie müssten die Spione strikt innerhalb des Landeszaunes einsetzen. Meinetwegen unter dem Decknamen «Bruder Klaus».

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