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Verschroben abgehoben

Publikationsdatum: 
09.03.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Die Erstausgabe der Schweiz am Wochenende wollte es am Samstag knackig, knallig und knusprig. Sie wurde fündig bei ein paar Sozialdemokraten in Euphorie. Im Machtrausch. Im Siegestaumel. Nach der (von den Bürgerlichen) versenkten Unternehmenssteuerreform III träumen diese abgehobenen Sozis vom totalen Durchmarsch: «30 Prozent Wähleranteil im Visier.» Zur kleinkarierten Welt der Zahlen nur so viel: Der SP-Anteil bei den letzten Wahlen betrug 18,8 Prozent. Dies bedeutete minus drei Nationalratssitze. Auch der Walliser Wahlsonntag nach dem beschwipsten Samstag endete grau in grau: Die SP stagnierte im Kantonsparlament, während die Grünen und die SVP zulegten.
Doch der Unia-Gewerkschafter Corrado Pardini schwärmt mit südländischem Temperament von einer «historischen Chance». Er fordert: «Wir müssen selbstbewusst 30 Prozent Wähleranteil anstreben.» Endlich sei sie angebrochen, die allumfassende Wende, der totale Umbruch, das «sozialdemokratische Zeitalter». Auch SP-Fraktionschef Roger Nordmann schätzt das Potenzial seiner Partei «auf 30 Prozent» ein. An den vorläufig noch fehlenden 11,2 Prozent wird jetzt gearbeitet. Hart gearbeitet. Mit 18-Stunden-Woche. Aber lieber im Teilzeitpensum. Dank Gesamtarbeitsvertrag mit Mindestlohn. Und vereinbar mit Familie und Freizeit.
Die SP hat es neuerdings auf den Mittelstand abgesehen. Doch mit einem Programm, das seit 1888 fast ständig radikaler geworden ist, wird der 30-Prozent-Raubzug kein Kinderspiel. Mit der Überwindung des Kapitalismus und der Abschaffung der Armee dürfte die SP den Mittelstand kaum in Scharen ins rote Lager treiben. Mit Fremdenverhätschelung, Gewaltdemo-Sympathien und Personenfreizügigkeiten wird die SP die Arbeiter nicht zurückgewinnen. Übermut tut selten gut. Auch mir bestens bekannte SVP-Politiker träumten schon von einer Volkspartei mit 40, 45, ja 50 Prozent Wähleranteil.
Aber vielleicht ist der Anspruch der Genossen auf einen Drittel der Wählerschaft alles andere als abwegig. Allerdings nicht im Sinne der Eroberung des Werkplatzes, wie es Pardini und Nordmann vorschwebt. Sondern im Sinne der Eroberung aller beamteten Festangestellten in einer ständig weiter wuchernden Staatssphäre. Doch vorderhand sind die Dreissig-Prozentigen Angeber, Prahlhänse und Grossmäuler. Also die typischen Vertreter des oral existierenden Sozialismus.

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