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Unverfroren Sprungbrettbohren

Publikationsdatum: 
23.02.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Politik sei das Bohren harter Bretter, meinte einst der grosse Soziologe Max Weber. Für unsere Bundesräte besteht die Politik mittlerweile im Bohren harter Sprungbretter. Nämlich von Sprungbrettern in eigener Sache. Um dank Beförderung in internationale Sphären die Fesseln des helvetischen Kleinstaats abzustreifen. Schon der Berner Bundesrat Ulrich Ochsenbein wechselte nach seiner Abwahl als Brigadegeneral in französische Dienste. Der Baselbieter Emil Frey wurde Direktor der Internationalen Telegraphen-Union. Und den Bündner alt Bundesrat Simeon Bavier zog’s als Botschafter ins südliche Rom.
Nur erhielten Bundesräte damals nach ihrem Rücktritt keinerlei Rente. Heute beziehen sie nach einem Jahreslohn mit Spesenzulage von 475 163 Franken eine überaus grosszügige Pension. Nämlich 222 581 Franken und 50 Rappen, wobei noch Renten für andere Tätigkeiten hinzuzukommen. Der Sinn dieser Altersabsicherung bestünde darin, dass sich die Bundesräte voll auf ihr Amt konzentrieren können. Und nicht Netzwerke knüpfen, Gefälligkeiten erteilen und sich den Kopf über eine spätere Tätigkeit zerbrechen müssen.
Vergebene Liebesmüh. Adolf Ogi wollte nach dem Rücktritt unbedingt ins Internationale Olympische Komitee. Doch eine ungnädige Vorsehung und die Herren Blatter, Hodel und Kasper wussten dies zu verhindern. Ogi wurde dann sonderbarer Uno-Sonderberater. Auch Micheline Calmy-Rey hätte ihre Karriere fürs Leben gern bei der Uno als offizialisierter Engel für Menschenrechte fortgesetzt. Ihr Amtsvorgänger Joseph Deiss durfte immerhin ein Jahr lang die Uno-Generalversammlung präsidieren.
Laut Basler Zeitung schielt Doris Leuthard auf die Nachfolge von Klaus Schwab als WEF-Präsident. Bei allem Verständnis für ihr Hoffen und Bangen: Mit der Merenschwanderin verkäme das WEF zum Provinzanlass. Schwab täte auch im Interesse der Schweiz gut daran, zuerst bei Bill Clinton und Barack Obama anzuklopfen. Didier Burkhalter wollte der Enge seines Eidgenössischen Aussendepartements schon als Uno-Generalsekretär entfliehen. Jetzt drängt es ihn ins Generalsekretariat des Europarats. Zu diesem Zweck bremst er schon mal die Kandidatur des fähigen Botschafters Thomas Greminger fürs OSZE-Generalsekretariat aus. Denn man merke sich: Internationale Schweizer mindern die Chancen anderer internationaler Schweizer.

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