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Steaks, Steuern, Staat

Publikationsdatum: 
20.09.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche

Die meisten Menschen glauben, einzig die industrielle Revolution mit Dampfkraft und Textilmaschinen habe den enormen Wirtschaftsaufschwung der letzten zweihundert Jahre bewirkt. Sie vergessen, dass die Bäuerinnen und Bauern in der gleichen Zeit eine landwirtschaftliche Revolution vollbracht haben, die ihresgleichen sucht. Erst die immer intensiver betriebene Landwirtschaft mit immer höheren Erträgen hat es erlaubt, eine immer grössere Menschenmasse zu ernähren.

Nicht nur das: Die Lebensmittel wurden auch immer billiger, vielfältiger und gesünder. 1830 bis 1875 setzten Arbeiterfamilien für die Ernährung noch durchschnittlich 62 Prozent aller Ausgaben ein. Meistens assen sie Brot und tranken einen «Kaffee», den wir heute ausspucken würden. Dann folgten Kartoffeln, Milch und Fleisch. Um 1900 bezahlten Arbeiter noch immer die Hälfte ihres Einkommens fürs Essen, Angestellte 40 Prozent. 1950 verbrauchten die Schweizer Haushalte durchschnittlich weniger als ein Drittel für Nahrung. Heute sind es gerade noch 6,9 Prozent – bei einem immer reichhaltigeren Angebot.

Diese Entwicklung ist überaus erfreulich. Wir verschlingen für wenig Geld je nach Geschmack ein saftiges Beaf-Steak aus Argentinien. Oder eine noch bessere Milchlammkeule aus Ennetbürgen. Oder vegetarische Kürbis-Wraps mit Fetakäse. Mit einem Ja zu den Landwirtschaftsvorlagen vom 23. September wäre Schluss mit Genuss. Es herrschte Ernährungsdiktatur. Mit Kommunisten-Kolchosen statt produzierenden Unternehmern. Mit Schmalspurnahrung und Schmalhans als Küchenmeister. Doch wo ist das beim Essen eingesparte Geld geblieben? Liegt es im Portemonnaie der Bürger, damit sie frei nach eigenem Ermessen konsumieren, prassen oder sparen können? Weit gefehlt. Die NZZ am Sonntag hat vorgerechnet: Es geht an die Steuern und an den Staat. Die Zwangsausgaben für Steuern, Altersvorsorge, Krankenkasse und Versicherungen betrugen 1945 noch 14,8 Prozent. Heute sind es mehr als 42 Prozent.

Wir Schweizer sind ein seltsames Völklein. Stauen uns in Blechlawinen, um ennet der Grenze ein paar Rappen fürs Joghurt zu sparen. Und lassen uns gleichzeitig vom ständig fetteren Staat schröpfen bis zum Zusammenbruch. Was der Staat frisst, müssen wir Bürger verdauen. Der Staat macht’s uns Bürgern nicht leicht. Aber wir Bürger machen es dem Staat leicht.


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