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Schmuddelpresse und Sippenhaft

Publikationsdatum: 
07.12.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Bundesrat Ueli Maurer hat einen Sohn. Weil dieser Sohn der Sohn von Ueli Maurer ist, sei er auch von öffentlichem Interesse. So behauptet es Chefredaktor Arthur Rutishauser in seinem Kommentar zur Hauptgeschichte der letzten Sonntagszeitung. Der Bundesratssohn hat vor gut zwei Jahren in seinem Wohnort einen Selbstunfall gebaut. Während in der Stadt Zürich noch nicht einmal mehr die Nationalität eines Straftäters bekanntgegeben werden darf, herrscht bei Bundesratssöhnen Nulltoleranz. Darum passt es Rutishauser nicht, dass der geständige Täter in einem nichtöffentlichen abgekürzten Verfahren verurteilt werden soll.
Selbstverständlich ist der Sohn eines Bundesrates mitnichten eine öffentliche Person. Er hat somit Anrecht auf Schutz seiner Persönlichkeitsrechte wie jeder andere Bürger auch. Chefredaktor Rutishauser hätte erst dann Grund zum Einschreiten, wenn Bundesrat Maurer die juristische Erledigung des Falles beeinflussen oder behindern würde. Ansonsten ist es bösartig, «Befangenheit» anzudeuten, nur weil der zuständige parteilose Bezirksrichter Bundesrat Ueli Maurer in einem früheren Verfahren bereits einmal freigesprochen hat.
Für ein öffentliches Medienspektakel der Urteilsverkündung über den Bundesratssohn legt sich Ex-Oberstaatsanwalt Andreas Brunner ins Zeug. Derselbe Brunner, der in der Affäre Hildebrand eine Hausdurchsuchung beim früheren Justizminister Christoph Blocher durchführen liess – wobei die Medien rechtzeitig vor Ort bereitstanden. Derselbe Brunner, der danach vorverurteilend im Fernsehen behauptete: «Wir haben potenziell beweisrelevantes Material gefunden.» Wenn Andreas Brunner schon dem früheren SVP-Bundesrat Blocher nichts anhängen konnte, will er es wenigstens beim heutigen SVP-Bundesrat Maurer nachholen.
In andern Fällen wird der Persönlichkeitsschutz im Tamedia-Konzern hoch- und heiliggehalten. Der Sohn prominenter Geschäftsinhaber einer prominenten Kunsthandlung an der Zürcher Bahnhofstrasse, der in einer Küsnachter Villa einen Freund umgebracht hat, blieb in Tages-Anzeiger und Sonntagszeitung eisern anonym. Selbst dann noch, als englische Medien den vollen Namen längst öffentlich gemacht hatten. Warum wohl? Der Totschläger hat den richtigen Medienanwalt: Er heisst Andreas Meili. Und war zuvor zehn Jahre für den Tamedia-Konzern tätig.

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