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Nieder mit Zürichs Bürgermeister

Publikationsdatum: 
29.03.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche

Kultur ist ein dünner Firnis, der sich leicht in Dummheit auflöst. Besonders dumm war die Sendung «Kultur kompakt» von Radio SRF 2 vom 14. März. Die Denkmaldebatte der USA («Kolonialherren und Rassisten») erreiche jetzt auch die Schweiz. Speziell umstritten sei das Standbild des «mittelalterlichen Kriegshelden und Bürgermeisters Hans Waldmann mitten in Zürich». Die aus Deutschland stammende Brita Polzer, Dozentin an einer staatlich subventionierten Zürcher Kunstschule, forderte schnarrend, das Waldmann-Denkmal müsse weg. Auf den Sockel gehörten stattdessen «kritische künstlerische Positionen».

Brita Polzer schoss mit dem grössten Kaliber: «Was würde man sagen, wenn in Deutschland überall die im Naziregime aufgestellten Sachen rumstünden?» Der 1435 geborene Hans Waldmann war also der erste Nazi? Und seine Hinrichtung von 1489 gewissermassen ein verfrühter Nürnberger Prozess? Wir Schweizer lieben es so richtig, wenn uns eine deutsche Zuwanderin erklärt, wer hierzulande warum ein Nazi ist. Ganz schlimm, so Brita Polzer, sei der historische Kontext der Entstehung des Waldmann-Denkmals. Man habe es 1937 aufgestellt, «praktisch als Propaganda, um dem Mussolini in Italien, dem Hitler in Deutschland auch einen nationalen Staatsmann gegenüberzustellen, der ein genau solcher Despot war». Offenbar steht zwischen Fraumünster und Grossmünster ein helvetischer Massenmörder mitten unter uns – in sechs Meter Höhe und hoch zu Ross.

Tatsächlich entstand das Waldmann-Denkmal von Hermann Haller zur Zeit der geistigen Landesverteidigung. Die Zunft zum Kämbel hat es hartnäckig erkämpft. Der Zunftmeister erinnerte 1937 stolz daran, dass sein Vorgänger Waldmann «kraftvoll für die Unabhängigkeit der Schweiz eingetreten» sei. Wie in einer Demokratie üblich, wurde über das Denkmal dennoch gemotzt, genörgelt und gewitzelt. Ein Mädchen habe dem Bildhauer Modell gestanden, höhnte ein Kritiker. Heute sehen wir in Hallers Reiterstandbild an der Limmat nur noch zeitlose Schönheit und Eleganz, geschickt eingebettet in Zürichs einmalige historische Stadtarchitektur. Gewiss, die Schweiz war in jenen dreissiger Jahren durch die totalitäre Bedrohung bewölkt, bedeckt und verhangen. Im Deutschland von Brita Polzer herrschte nichts als gleissende Sonnenglut. Darum sind dort so viele so schnell braun geworden.


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