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Netter Kerl für die Migros

Publikationsdatum: 
23.03.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Die Wahl des neuen Migros-Chefs verlief spannend: Deutschschweizer gegen Ro-mand. Älterer gegen Jüngeren. Forsch zupackende gegen zurückhaltende Art. Leiter von Migros Zürich gegen Departement Personelles, Kulturelles, Soziales und Freizeit. Jörg Blunschi gegen Fabrice Zumbrunnen. Gewählt wurde Fabrice, der personell-kulturell-soziale Freizeitler und ausgebildete Soziologe aus La Chaux-de-Fonds. Gemäss NZZ am Sonntag stand er beim Wahlgremium im Ruf, ein «netter Kerl» zu sein. Wie beruhigend. Oberste Führungskraft des grössten privaten Arbeitgebers der Schweiz mit hunderttausend Mitarbeitern wird für Jahrzehnte ein netter Kerl.
Dieses Resultat ist typisch für die Genossenschaft Migros, wo Regional- und Spartenfürsten dafür sorgen, dass ihr Chef im Zweifelsfall lieber nett als stark sein soll. Dennoch scheint dieses Resultat untypisch angesichts der Erfolgsgeschichte der Migros. Pierre Arnold und Jules Kyburz waren nicht «nett». Und auch Gottlieb Duttweiler, der 1925 die Migros gegründet hat, war vieles: Charismatiker, Verkäufer, Kaufmann, Patriot, Parteigründer, Volksheld – aber eines war er ganz sicher nicht: ein netter Kerl. Oder hätte ein netter Kerl im Bundeshaus aus Protest mit einem Stein eine Scheibe eingeworfen? Eher nein. Denn ein netter Kerl schlägt zwar keine Laternen ein. Aber er zündet auch keine Laternen an.
Allzu oft werden Nette zur Gefahr für jene, die sie eigentlich führen, mitreissen und voranbringen sollten. Nicht nur in der Wirtschaft, auch in der Politik wimmelt es gegenwärtig von Netten. Es sorgte für ein Erdbeben der Empörung, als die mittlerweile hundertjährige SVP 1995 die Verantwortung für Asylmissbrauch, offene Drogenszene, höhere Kriminalität, steigende Steuern oder Verlust von Unabhängigkeit und Freiheit den «Linken und Netten» zuordnete. Diese «Netten» gibt es nach wie vor in den Mitteparteien, deren Exponenten sich von SP und Grünen leider bis in die Gegenwart vorführen lassen: einmal bei der Energiestrategie, dann bei der Nichtumsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und soeben bei der Rentenreform. Die Linken sind nicht nett. Und darum gegenwärtig zum Schaden des Landes viel zu erfolgreich.
Wo Führung gefragt ist, wo Verantwortung getragen werden muss, reicht Nettigkeit nicht aus. Man kann ja immer noch nett sein zu all jenen, die einen nichts angehen.

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