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Linke SRG? «Kein Problem»

Publikationsdatum: 
16.11.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Fast drei Viertel aller SRG-Journalisten sind links.» So fasste die Sonntagszeitung eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zusammen. Dieser Linksdrall unseres öffentlich-rechtlichen Radios und Fernsehens sei «kein Problem», beruhigt jetzt der Politologe Michael Hermann im Tages-Anzeiger. Das glaube ich gerne. Selbstverständlich ist der SRG-Linksdrall für einen linken Politologen «kein Problem».
Michael Hermann hat sich im März 2016 selber als Linker bekannt. Viel zu lange habe er aus «falschem Ehrgeiz» und mit «falschem Ziel» den unparteiischen Wissenschaftler gespielt. Damit sei jetzt Schluss. Wie bei einem stalinistischen Schauprozess klagte sich Hermann selber an, er sei als Politologe allzu lange «eingeschüchterter Volksversteher» gewesen. Nach einigen SVP-Erfolgen an der Urne überkam es Michael Hermann wie eine religiöse Erweckung: Jetzt sei er wieder «progressiver Meinungsmacher».
Hermann gibt sich seither nicht einmal mehr den Schein, seine eifernde linke Parteilichkeit mit etwas Wissenschaft zu kaschieren. Konsequenterweise unterlegt der Tages-Anzeiger seine Kolumnen mit kräftigem Rot. Das Publikum tut denn auch gut daran, Hermanns Behauptungen nicht mit wissenschaftlichen Befunden zu verwechseln. Etwa dann, wenn er die «reiche» Finanzbranche mit der «brotlosen Kunst des Textschreibens» vergleicht. In Wahrheit sind die SRG-Durchschnittslöhne mit 107 000 Franken höher als jene des Schweizer Finanzplatzes. Auch Hermanns Beispiel der «rechten» Polizisten hinkt: Unsere Polizisten werden rechts, weil sie die Wirklichkeit von Ausländerkriminalität und Hätscheljustiz erleben. Journalisten ticken links, weil sie unter sich bleiben und die Welt nur aus ihrer Redaktionsstube kennen. 
Linke Banker seien «fast so rar wie linke Metzger». Was soll diese abenteuerliche Fleischhackerthese? Kennt Hermann wissenschaftliche Analysen zur politischen Überzeugung des Fleischerhandwerks? Hat dieser Intelligenzler je einen Schlachthof besucht und die dortigen Werktätigen aus Süd- und Osteuropa über ihre Gewerkschaftszugehörigkeit oder Parteipräferenz befragt? Kaum. Doch ebendieser linke Politideologe Michael Hermann ortet bei der linken SRG eine «vernünftige Professionalität». Genauso gut könnte ein Schaf dem andern Schaf eine «vernünftige Intelligenz» attestieren.

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