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Kadavergehorsam in der Monopolanstalt

Publikationsdatum: 
10.08.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Der Tages-Anzeiger hat’s aufgedeckt: Eine anonyme Mitarbeiterumfrage beim Schweizerischen Radio und Fernsehen von 2015 wurde zum Waterloo für die oberste Führung. Roger de Weck und Ruedi Matter, verantwortlich für die Geschäftsleitung, erhalten von ihren Untergebenen Zustimmung von lediglich 50 bis 60 Prozent. Bei den Mitarbeitern der Informationsabteilung – zuständig für die politischen Sendungen – sinkt sie sogar auf 51 Prozent für de Weck und auf 47 für Matter. Gemäss Fachleuten gilt in Betrieben eine Mitarbeiterzufriedenheit von unter 60 Prozent als absolutes Alarmzeichen.
Interessanter noch als die Umfrageergebnisse ist, wie die abgewatschten Radio- und Fernsehbosse mit der Befragung umgehen. Im SRG-Geschäftsbericht 2015 wurden die miserablen Werte für die Geschäftsleitung ganz einfach verschwiegen und nur einzelne Frohbotschaften herausgepickt. Der Gesamtbericht über die Mitarbeiterumfrage steht bis dato unter Verschluss. Wären die Tiefnoten für Roger de Weck und Ruedi Matter schon im Sommer 2015 bekannt geworden, wäre die Abstimmung über die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes statt mit hauchdünnen 50,08 Prozent Ja-Stimmen zweifellos abgelehnt worden.
Eine immer mächtigere, immer arrogantere SRG-Spitze gerät bei den eigenen Leuten in scharfe Kritik. Bei zeitgerechter Publikation der Umfrageergebnisse wäre der Druck bei aktuellen Projekten noch stärker. Etwa bei den schwindenden Konsumentenzahlen, der Werbeallianz mit Ringier und Swisscom oder der bevorstehende No-Billag-Initiative. Es ist eine sensationelle Leistung des Duos de Weck / Matter, dass es die 2015 erhobenen Ergebnisse ihrer eigenen Mitarbeiterumfrage unter dem Deckel halten konnte.
Ein schlechtes Zeugnis stellt das funktionierende Versteckspiel den SRG-Mitarbeitern aus. Niemand von ihnen hat nachgefragt: Wann liegen die Ergebnisse vor? Welches sind die Erkenntnisse? Wann und in welcher Form werden sie veröffentlicht? Keiner der sonst so hyperkritischen Journalisten Brotz, Poletti, Meschenmoser oder Gsteiger hat nachgefragt. Wir sind hier generell beim Problem eines Staatsmonopols. Hier endet jede Neugier. Niemand will es mit den Chefs verderben. Denn Konkurrenz, Wettbewerb und Alternativen sind nicht vorhanden. Die SRG gibt’s nur einmal. Pech für die Mitarbeiter. Glück für die Schweiz.

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