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Heuchler, Oberheuchler, Tages-Anzeiger

Publikationsdatum: 
30.11.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Chefredaktor Arthur Rutishauser gebraucht starke Worte: «Die Schweiz hat das Bankgeheimnis völlig unnötig aufgegeben.» Selbst nach amerikanischem Recht gelinge es den dortigen Staatsanwälten nicht, eine Verurteilung von Schweizer Bankern zu erreichen. Unser Bankgeheimnis verstosse schlicht nicht gegen amerikanisches Recht. Die Schweizer Behörden hätten sich von US-Staatsanwälten systematisch bluffen und vorführen lassen. Der Chef des Tages-Anzeigers nannte im Klartext Ross und Reiter: Zu den grossen Versagern gehöre der Bundesrat, «allen voran die damalige Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf».
Laut Rutishauser wäre mit mehr Mut und rechtsstaatlicher Überzeugung all das nicht nötig gewesen: die Auslieferung von Bankdaten, Ablass- und Anwaltskosten in mehrfacher Milliardenhöhe, Preisgabe des Bankgeheimnisses und einseitiger automatischer Informationsaustausch. Wie bitte? Eben noch war das Bankgeheimnis im Tages-Anzeiger ein «Auslaufmodell», «sein Begräbnis eine Routineangelegenheit». Widmer-Schlumpf hingegen galt als «historische Figur», ihre «Analysen stimmten mit der Realität überein».
Dasselbe Blatt hat über Wochen die «Paradise Papers» mit orangem Farbanstrich auf einer Stufe mit Mord und Totschlag kriminalisiert, obwohl nichts Ungesetzliches gefunden wurde. Derselbe Rutishauser, der jetzt über die Unverschämtheit der amerikanischen Staatsanwälte schimpft, schrieb eben noch: «Wie bei den Grossbanken mussten sich auch bei Glencore US-Staatsanwälte einschalten, damit der Konzern seine heiklen Geschäfte aufgab.»
Überhaupt sei die Zeit der Schlaumeiereien vorbei, wir würden zur Preisgabe des Bankgeheimnisses einfach gezwungen: «Das immerhin sollte die Lehre der letzten Jahre sein.» In der Sonntagszeitung titelte Rutishauser: «Die Hinhaltetaktik der Schweizer Banken ist grandios gescheitert», denn: «Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.» Über 150 Schweizer Banken «gestehen, dass sie amerikanisches Recht gebrochen haben». Grossinquisitor Rutishauser urteilte auch, dass die Schweizer Banken keine «Truppe von Heiligen waren, als sie noch geschützt vom Bankgeheimnis das Geld aus aller Welt ins Land lotsten». Für die Truppe von heiligen Journalisten ist Heuchelei Pflichtfach. Vor allem beim Tages-Anzeiger, der seinem Charakter jeden Tag ein sauberes Hemd überzieht.

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