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Hartbleibender Gerhard Pfister

Publikationsdatum: 
02.03.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Was für ein Mann. Beinhart. Eisenhart. Pickelhart. Gerhart. «Gerhard Pfister bleibt hart», titelte der Blick vom ihn auffallend hofierenden Ringier-Verlag. Worin besteht denn Pfisters Härte? «Wir kommen an den 70 Franken nicht vorbei.» Der angeblich bürgerliche Politiker und sein mediales Sprachrohr verstehen also sein Einknicken, sein Weichwerden, sein Nachgeben vor den Forderungen der Linken als Härte. Der angebliche Hartbleiber lässt zu, dass sich die Neurentner an der maroden AHV-Kasse mit zusätzlichen 70 Franken pro Monat bedienen dürfen.
Nicht nur von SP, Grünen, Gewerkschaften und Christdemokraten wird der zusätzliche Griff in die demnächst leere AHV-Kasse als konsequent oder eben als hart im positiven Sinn verwendet. Auch fast die gesamte Medienwelt sehnt sich mit beinahe religiöser Inbrunst nach der Erlösung durch mehr Mehrwertsteuern, mehr Staatsgelder, mehr Lohnabzüge, mehr Arbeitgeberbeiträge. Zeitungen, Radio und Fernsehen erwarten inständig, dass sich die Linken bei der Rentenreform durchsetzen. Jene, die bremsen im Wissen, dass wir uns deren Vorschläge schlicht nicht leisten können, sind störrische Zukunftsverweigerer. Und ewiggestrige Bremser.
Wirklich hart im Interesse der Sache wären aber jene, welche die AHV retten. Diese ist nur zu retten mit echtem Hartbleiben durch Neinsagen. Unsere AHV ist definitiv nicht sanierbar, wenn wir ihr immer noch mehr Ausgaben zumuten. Das ist dasselbe, wie wenn eine vor dem Konkurs stehende Firma noch fröhlich Dividenden an die Aktionäre ausschütten würde. Erfinder des 70-Franken-Zuschlags ist ausgerechnet der SP-Ständerat und oberste Gewerkschafter Paul Rechsteiner von der äussersten Linken. Zur Verteidigung von dessen ruinösem Vorschlag will jetzt CVP-Chef Gerhard Pfister seine ganze Härte zeigen.
Doch Rechsteiners 70-Franken-Erhöhung der AHV ist höchst unsolidarisch. Erhalten sollen sie nämlich nur Neurentner, während die bisherigen AHV-Bezüger leer ausgehen. Statt das System als Ganzes aus dem Sumpf zu ziehen, wollen die Linken und die CVP die Interessen einzelner Altersgruppen bewirtschaften. Gerhard Pfister macht mit seiner «Härte» eine unglaubwürdige Figur. Zu seiner CVP passt vielmehr der Vers von Friedrich Rückert: «Harter Stein auf harten Stein / Gibt keine Mauer / Weicher Mörtel mittenein / Macht erst die Dauer.»

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