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Gefallener Boulevard-Engel

Publikationsdatum: 
13.09.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche

Man stelle sich vor: Die Westschweizer Zeitung 24 minutes bittet den Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker zweimal pro Monat um eine Kolumne. Er solle doch als «Stimme aus Zürich» den Romands in der Sicht der Deutschschweiz erklären, wie er die Politik beurteilt. Undenkbar? Tatsache ist: Der Blick hat den Genfer Regierungsrat Pierre Maudet gebeten, als «Stimme aus Genf» in der Deutschschweiz jede zweite Woche in einer Kolumne seine Sicht darzulegen. Das linke Boulevardblatt hat für den linken FDP-Mann vor Jahresfrist einen noch nie gesehenen Bundesratswahlkampf veranstaltet. Maudet wurde vom linken Teil des Parlaments geschlossen gewählt. Ohne SVP hätte der Freisinn heute ein Problem namens Bundesrat Maudet.

Nun ist der Blick ratlos. Sein Schützling, Liebling und Engel ist tief gefallen. Pierre Maudet hat zugegeben, die Öffentlichkeit schamlos belogen zu haben. Er liess sich mutmasslich für mehrere zehntausend Franken korrumpieren. Durch eine Luxusreise in die Emirate. Inklusive Formel-1-Rennen. Inklusive Frau, Kinder und Stabschef. Hätte Maudet den Trip selber bezahlen müssen, wäre er zu Hause geblieben.

Regierungspräsident Pierre Maudet war der mächtigste Genfer. Genf ist der Sehnsuchtsort aller reichen Araber. Sie alle suchen eine Dreissig-Zimmer-Villa am Lac Léman. Und ein Bankkonto auf einer Genfer Bank. Und das Genfer beziehungsweise Schweizer Bürgerrecht – mehrere Familienmitglieder von Osama Bin Laden besitzen es längst. Wenn der Mittlere Osten explodiert, wollen sich die Könige und Weisen aus dem Morgenland unverzüglich in Richtung Genf auf die Sandalen machen.

Auch internationale Organisationen, allerhand Diplomaten und Geschäftsleute machen Stadt und Kanton Genf korruptionsanfällig. Da erträgt es nicht den Schatten eines Schattens. Undenkbar, dass Pierre Maudet als Landammann von Appenzell-Innerrhoden nach der spendierten Fünfzigtausend-Franken-Reise zu einem Prinzen noch im Amt wäre. Noch klammert er sich verzweifelt an den Posten. Denn er ist seit dem 15. Altersjahr Politiker. Und hat nichts anderes gelernt. Der selbstbewusste Maudet fühlte sich nicht an Weisungen gebunden. Höchstens an Überweisungen. Nachdem er alle Welt belogen hat, belügt er sich auch noch selber. Der anfällige Pierre Maudet ist fällig. Wenn eine Hand die andere wäscht, ist meistens Schmierseife mit im Spiel.


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