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Funiciello-Karikaturen verbieten

Publikationsdatum: 
23.08.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche

Ich bin wunderschön.» Soweit die Selbsteinschätzung von Tamara Funiciello, Präsidentin der Jungsozialisten. Dennoch hat sich ein Karikaturist der Schaffhauser Nachrichten erfrecht, eine unschöne Karikatur zu zeichnen. Die zornentbrannte Tamara schreit die Sänger Lo & Leduc an, deren Sommerhit «079» sie heftig kritisiert hat: Die im Lied thematisierte Nachforschung nach der Handynummer einer jungen Frau durch einen jungen Mann sei inakzeptabel. Jetzt schwingt die Juso-Chefin in der Karikatur ihren Büstenhalter und brüllt: «Ihr seid sexistisch! Wenn eine Frau sich weigert, ihre Nummer zu geben, besteht nicht darauf!» Wesentlich freundlicher fügt sie an, wie ihre eigene Handynummer lautet und wo man(n) sie findet.

Die Reaktionen liessen nicht auf sich warten. «Fiese Funiciello-Karikatur», empörte sich 20 Minuten: «Die Jungpolitikerin ist als hexenhafte, dickliche Gestalt abgebildet, die sich den BH vom Leib gerissen hat.» Allerdings hat die rote Tamara ihren Oberkörper zuvor in der Wirklichkeit vor aller Öffentlichkeit entblösst. Um damit ein Zeichen zu setzen. Und zu demonstrieren. Wofür oder wogegen, weiss allerdings niemand mehr.

Feministin Anna Rosenwasser («Auf welches Geschlecht ich mehr stehe, ist tagesabhängig») kündigte kurzerhand die Zusammenarbeit mit den Schaffhauser Nachrichten. Der Frauenstammtisch Schaffhausen findet die Funiciello-Karikatur «ungeheuerlich» und den «lahmsten, unoriginellsten Versuch, Frauen zum Schweigen zu bringen». Auch die SP-Frauen («beschämend und erschütternd») und Journalistin Laura Rivas («Wie tief kann ein Karikaturist sinken?») schäumen.

Eng begrenzt ist die Toleranz der linken «Toleranten», wenn es gegen sie selber geht. Da müssen sich bürgerliche Politiker seit Jahrzehnten ganz andere, weit primitivere Karikaturen gefallen lassen. Man denke etwa an Christoph Blocher oder Ueli Maurer. Da vernehmen wir kein empörtes Tönchen aus der feministischen Ecke. Man stelle sich vor, die Linken kämen an die Macht. Sie würden wohl als Erstes alle kritischen Karikaturisten zähmen. Oder einsperren. Nur Extremisten kämpfen gegen Karikaturen. Man erinnere sich an das islamistische Massaker gegen Charlie Hebdo. Tamara Funiciello sollte sich besser an ihr Lebensmotto halten: «Ich bin wunderschön.» Und natürlich an Goethe: «Schönheit bändigt jeden Zorn.»


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