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Flucht in die Pensionskasse

Publikationsdatum: 
13.04.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Politiker sind keine schlechten Menschen. Aber sie sind schwache Menschen. Als solche denken sie leider nicht nur ans gemeine Wohl. Sondern auch ans gemeine Eigenwohl. Speziell eidgenössische Parlamentarier merken irgendwann, dass sie in ihrem faktischen Vollamt zwar ganz schön verdienen, aber dereinst nur über eine miese Pension verfügen. Weit üppiger leben diesbezüglich die Mitglieder von Kantons- und Stadtregierungen. Sie können die Steuerzahler schon am Tag ihrer Wahl – beispielsweise in den Zürcher Stadtrat – um Hunderttausende von Franken erleichtern. Zugunsten ihrer höchstpersönlichen Pensionskasse. Im Fall von Zürcher Regierungsräten handelt es sich um eine glatte Million.
Grund genug für viele Volksvertreter, vom aufregenden Parlamentssaal ins graue Verwaltungsbüro zu wechseln. Doris Fiala, Präsidentin der FDP-Frauen, kann als Europarätin vom Duft der grossen, weiten Welt nicht genug inhalieren. Doch plötzlich verspürt sie den Drang, sich um das Koch-Areal, um die Tramhaltestelle Schörlistrasse und um die Schwamendinger «Ziegelhütte» zu kümmern. Der Pensionskasse sei Dank. Im zarten Alter von 61 Jahren will die freisinnige Oberfrau noch in die Exekutive wechseln: «Ich kann mir durchaus vorstellen, Stadträtin zu werden.» Schliesslich sei Zürich ihre «Homebase». So nennen Weitgereiste wie Fiala ihre Heimat.
«Alle sind scharf auf den Sitz», titelte der Tages-Anzeiger nach dem Rücktritt von Stadtrat Gerold Lauber. Richtiger wäre: «Alle sind scharf auf die Pensionskasse.» Die CVP hat mehr Stadtratskandidaten als Parteimitglieder. Auch Studienabbrecher Balthasar Glättli, Fraktionschef der Grünen im Nationalrat, kann rechnen. Und hat gemerkt, dass ihm sein Amt selbst bei lebenslangem Ausharren keine genügende Pension beschert. Nach seiner Wahl dürfte er die Stadt Zürich um 10 000 Syrer bereichern. Und Bastien Girod? Auch er sei einer Kandidatur «nicht abgeneigt». Um sich selber eine PK und Zürich viele WK zu schenken. WK ist in diesem Fall gleichbedeutend mit Windkraftwerken.
Vergessen wir nicht den grünen alternativen Verkehrsaktivisten Markus Knauss. Ihn treibt offenbar mehr als die blosse Gier auf eine satte Pension. Nämlich seine unübertreffliche Qualifikation für das Stadtratsamt: «Ich trat schon viermal im ‹Talk täglich› auf Tele Züri auf – das hat vor mir noch kein Gemeinderat geschafft.»

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