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Feuer auf dem Matterhorn

Publikationsdatum: 
15.02.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche

Es war ein mediales Ereignis der eigentümlichen Art. Während die Augen der Welt gebannt der feierlichen Entzündung des olympischen Winterfeuers in Pyeongchang folgten, machte sich auch das Wallis bemerkbar. Um die allgemeine Aufmerksamkeit gezielt von Südkorea weg in die Schweiz zu lenken. Das war mehr als nur plump und unbedarft. Sondern ziemlich fies. Und ziemlich unsportlich. Aber zu hundert Prozent passend zur bisherigen stümperhaften Bewerbung der Olympia-Kandidatur «Sion 2026».

In einer angeblich «spektakulären Werbeaktion» entstieg Pirmin Zurbriggen einem Helikopter. Um auf dem Gipfel des Matterhorns ein Feuer in einem Metallfass zu entflammen. Oder zumindest ein Feuerchen in einem Metallfässchen. Man mag das sportlich-touristische Doppelinteresse der Zermatter Hoteliers noch verstehen. Zurbriggens Flugbegleitung bestand aber aus dem Hooligan Christian Constantin. Ein Hooligan ist laut Definition eine «gewalttätige Person, besonders unter Fussballfans». Und kaum geeignet als Botschafter für Olympische Winterspiele. Nachdem Constantin einen Ex-Trainer geohrfeigt hatte, musste er vom Olympia-Komitee zurücktreten. Doch jetzt wird der Bau-Millionär wieder benötigt. Für die Vorfinanzierung.

Der zweite Flugbegleiter hiess Christophe Darbellay, Regierungsrat des Kantons Wallis. Ob die Schweiz gut daran tut, ihm die Planung von Olympischen Spielen anzuvertrauen? Als Familienplaner hat sich Darbellay jedenfalls einen eher zweifelhaften Ruf erworben. Dies hinderte ihn aber nicht, vor der Hörnlihütte einen begeisterten Werbespot fürs Wallis loszuwerden. Da hatte Pirmin Zurbriggen sein olympisches Feuerchen mitsamt Fässchen längst wieder ins Tal geflogen. Die Flamme auf dem Matterhorn brannte nur wenige Minuten.

Derweil warben im fernen Südkorea Schweizer Funktionäre und Politiker für «Sion 2026». Inklusive Walliser Holzhüttli, Fondue und viel Fendants. Dumm nur, dass zeitgleich verheerende Umfragen über die Akzeptanz von Olympischen Winterspielen erschienen. Herr und Frau Schweizer wollen schlicht und einfach nicht. Wegen den Milliardenkosten. Wegen dem Umweltschutz. Zudem wird die unausrottbare Dopingseuche auch das Wallis erreichen. Olympia-Teilnehmer, die von einer Lawine verschüttet werden, sollte man dann nicht mit Barrys vom Grossen Sankt Bernhard suchen. Sondern mit Drogenhunden.


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