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Europäischer Hühnerhof

Publikationsdatum: 
17.11.2016
Publikationskanal: 
Weltwoche
Bei den wichtigen Nahost-Friedensverhandlungen von Camp David im Jahre 1978 lief drei Tage lang gar nichts. Am Freitag war Feiertag, denn der gläubige ägyptische Muslim Anwar-as-Sadat betete zu Allah. Am Samstag war Feiertag, denn der gläubige israelische Jude Menachem Begin betete zu Jahwe. Und am Sonntag war Feiertag, denn der gläubige amerikanische Christ Jimmy Carter betete zum lieben Gott. Und siehe, am Ende entstand ein heute noch funktionierendes, segensreiches Friedenswerk.
In der heutigen EU ruht die Arbeit auch am Sonntag nicht. Jedenfalls nicht das, was europäische Politiker unter Arbeit verstehen. Letzten Sonntag trafen sich die EU-Aussenminister zu einem «Krisentreffen» in Brüssel. Die Krise betraf die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten. Dies sagt alles über den in der EU üblichen Krisenbegriff. Krise herrscht immer bei den andern. Und der ungewollte Ausgang demokratischer Wahlen bedeutet für die Herrschenden der EU eine Krise. Seit fast zwei Jahren gibt es genau zwei Möglichkeiten, wie die amerikanischen Wahlen ausgehen können. Um ein Krisenmanagement à la Hühnerhof zu vermeiden, wäre also ein Denken und Planen in zwei Varianten nötig. Doch schon davon sind die EU-Granden überfordert. 500 Millionen Menschen sollten ziemlich beunruhigt sein über die gegenwärtig in Europa praktizierte Staats- und Führungskunst.
Auf den Trump-Krisengipfel gedrängt hatte vor allem der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier, der Trump einen «Hassprediger» nennt. Doch er traf viel zu spät in der EU-Zentrale ein. Weil ihm seine eigene bundespräsidiale Karriere doch noch wichtiger ist als das Weisse Haus. Kanzlerin Angela Merkel hat keinen Moment daran gedacht, vor der Wahl eine Beziehung zu Trump aufzubauen. Jetzt erinnert sie den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten an «Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen». Alles Dinge, die in den USA gefühlte 200 Jahre älter sind als in Deutschland. Alles Dinge, für deren Verwirklichung in Deutschland in zwei Weltkriegen Hunderttausende junger amerikanischer Soldaten fernab ihrer Heimat verblutet sind. Was lernen wir von der angeblich grossen Taktikerin Merkel, deren Moralismus jedes historische Bewusstsein ausblendet? Dummheit ist so ansteckend, dass nicht einmal Gescheite vor ihr sicher sind.

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