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Ein gekränkter Intellektueller

Publikationsdatum: 
11.01.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche
Der Schriftsteller Jonas Lüscher erklärte am Samstag dem Tages-Anzeiger: «Das ist es doch, was die Schweiz in ihrem Kern ausmacht: der gut ausgebaute Sozialstaat.» Die Schweiz sei immer dann ein Erfolgsmodell gewesen, wenn man sozialstaatlich reguliert habe. Wahr ist das Gegenteil: Innovationen und Wohlstand gibt’s nur bei möglichst viel unternehmerischem Freiraum und möglichst wenig Regulierungen. 
Die beste, erfolgreichste Schweiz bekämen wir laut Jonas Lüscher, wenn alle ihre Arbeit sofort niederlegten. Und beim Sozialamt ihr Sozialgeld abholten. Lüschers sozialstaatliche Kernschweiz käme problemlos ohne Firmen, Gewerbebetriebe und Arbeitsstellen aus. Wer die Kosten dieser Idealschweiz trägt, braucht Lüscher nicht zu kümmern. Er hat eben den mit 30 000 Franken dotierten Schweizer Buchpreis eingestrichen.
Jonas Lüschers Karriere begann mit dem Berner Primarlehrerpatent. Berner Primarlehrer enden in der Regel als Schriftsteller. Beim Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften in München schrieb er an einer Dissertation. Für die Fortschreibung übernahm ihn dann die ETH Zürich. Später reiste der philosophische Doktorand dank Nationalfonds an die Stanford University. Dort schnupperte er neun Monate am Silicon Valley («Wir waren alle schwer betrunken»). Wobei er sich nie fragte, warum es im durchregulierten, sozialstaatlichen Europa kein Silicon Valley gibt. 2014 brach der 38-Jährige sein Endlosstudium ab. Das akademische Scheitern tragen wir Steuerzahler.
Statt Doktor wurde Jonas Lüscher Schriftsteller. Und schreibt seither genauso kompliziert wie seinerzeit als Doktorand. Lüscher sitzt sicher auf dem moralistischen Hochsitz, denn er will «die Welt zu einem besseren Ort machen». Nun denkt er vollamtlich darüber nach, was andere tun müssen. Von München aus nennt er die demokratische Mehrheit bei Schweizer Volksabstimmungen «unanständig», wenn sie ihm nicht passt. In seinem preisgekrönten Buch «Kraft» scheitert ein kraftloser Professor – unter anderem an seinem «Neoliberalismus». Nach dieser hochnäsigen Gelehrtensatire und dümmlichen Kapitalismuskritik jammert der Autor: «Wir Intellektuellen sehen uns einem kränkenden Bedeutungsverlust ausgesetzt.» Kein Wunder bei solchen Intellektuellen. Jonas Lüscher ist einer, der viel weiss. Aber nichts versteht.

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