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Doris, Globi und Papa Moll

Publikationsdatum: 
04.01.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche
Das Fazit von Doris Leuthard über das Wirken von Bundesrätinnen lautet so: «Natürlich erlebe ich Frauen in Führungspositionen generell als sehr gut vorbereitet. Frauen wissen einfach: ‹Wenn ich mich durchsetzen will, muss ich die Argumente sehr gut kennen.›» Dieses selbstbewusste bis selbstgefällige Selbstlob galt vor allem ihr selber. Was die Dossierkenntnis betrifft – so die Botschaft an die Nation –, ist Doris Leuthard unschlagbar.
Wir erinnern uns an die «Arena»-Sendung vor ihrem Debakel der Vignettenpreiserhöhung. Theatralisch beschwor Bundesrätin Leuthard die 1,2 Millionen jährlichen Lastwagen auf der Nord-Süd-Achse. «Lastwagen haben LSVA», gab ihr Nationalrat Walter Wobmann zu bedenken. Und die gleichfalls erstaunte Gesprächsleiterin glaubte nicht recht zu hören und fragte nach: «Aber Lastwagen haben keine Vignette, oder?» Da wurde sie von Bundesrätin Leuthard aber bös abgeputzt: «Selbstverständlich, alle Fahrzeuge müssen eine Vignette haben.» Selten hat sich ein Mitglied der Landesregierung bezüglich Dossierkenntnis dermassen peinlich entblösst. Aber Leuthard lächelte auch diese Blamage professionell weg. Genau wie sie kürzlich auf Plakatwänden und in Zeitungen flächendeckend  für Rot-Kreuz-Spendenaufrufe gelächelt hat. Unsere Staatsmedien fassen die Staatsmedienministerin mit der Zuckerzange an. «Dossierfest», «charismatisch», «Doris Superstar» – himmelte Roger Schawinski im Fernsehen SRF. 
In Wahrheit ist Bundesrätin Leuthard bei  der geräteunabhängigen Zwangsmediensteuer um wenige Stimmen am Desaster vorbeigeschrammt. Bei ihrem verworrenen Kampf gegen «No Billag» droht ihr neues Ungemach. Die Vignettenerhöhung hat sie fulminant an die Wand gefahren. Ihr Energieausstieg verbaut uns die Zukunft. Da können die Bundesräte Maurer und Schneider-Ammann noch so von einem helvetischen Kryptowährungs-Silicon-Valley träumen. Nichts ist energieintensiver als die Blockchain-Technologie. Seit Leuthard politisiert, ist ihre CVP von 18 auf 11,6 Prozent eingebrochen. Seit die Aargauerin im Bundesrat sitzt, hat ihre Kantonalpartei zwei von drei Nationalratsmandaten verloren. Wer vor allem das eigene Image pflegt und Everybody’s Darling sein will, schadet seinem politischen Lager. Beliebtheit ist eben kein guter Massstab für die Wahl von Politikern. Sonst sässen Globi und Papa Moll längst im Bundesrat.
 

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