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Donald Trump & Donald Tusk

Publikationsdatum: 
09.02.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Soll man ob der Absurdität dieser Welt verzweifelt die Hände ringen? Oder soll man in brüllendes Gelächter ausbrechen? Jedenfalls schreit der Tatbestand zum Himmel: EU-Ratspräsident Donald Tusk übt scharfe Kritik am US-Präsidenten Donald Trump. Der polnische Donald wirft dem amerikanischen Donald vor, eine restriktive Flüchtlingspolitik zu betreiben. Die EU müsse jetzt für die «Würde des vereinten Europa» einstehen. Und der Pole stellt die USA in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf dieselbe Stufe mit China, Russland, Türkei und gleich auch noch mit den Terroristen im Nahen Osten.
Ausgerechnet Donald Tusk aus Polen erteilt im Befehlston transatlantische Ratschläge zur Flüchtlingspolitik. Ausgerechnet ein Pole, dessen Vaterland sich weigert, auch nur einen einzigen muslimischen Migranten aufzunehmen. Ausgerechnet ein Pole, dessen Vaterland das Wort «Ausländer» nur aus dem Lexikon kennt. Ausgerechnet ein Pole, dessen Vaterland zu gefühlten hundert Prozent aus Römisch-Katholiken besteht und wo Fremde tatsächlich nichts als ein Fremdwort sind. Ausgerechnet ein Pole, dessen Vaterland einen resoluten Nationalismus und eine robuste Selbstbestimmung gerade auch gegenüber der EU vertritt.
Die Flüchtlingskritik des weltläufigen Polen Donald Tusk trifft also frontal auf den Hinterwäldler Donald Trump. Die Kritik ist umso abgeschmackter, als sich die EU genau wie die USA um eine Abschottung vor den Flüchtlingsströmen aus dem Süden bemüht. Zudem stammt der kritisierte amerikanische Präsident aus New York – also aus dem weltweit lebendigsten Zentrum der globalen Immigration, kurz: dem weltweit grössten Schmelztiegel verschiedenster Nationen seit Jahrhunderten.
Was geschähe mit der Heimat des hochnäsigen EU-Polen ohne die Vereinigten Staaten? Wer beschützte dieses Land vor dem gefürchteten Russland, wenn nicht die Amerikaner mit ihrer Nato? Die Polen glauben ja selber nicht an ihre Schrottarmee mit veralteten Panzern und Kampfflugzeugen. Sehr viele polnische Bauern arbeiten einzig für die Selbstversorgung und haben darüber nichts, um es auf dem Markt zu verkaufen. Das alles weiss Donald Tusk. Trotzdem spuckt er die ganz grossen Töne. Denn der EU-Ratspräsident will sich wiederwählen lassen. Wenigstens das ist eine Gemeinsamkeit der beiden Donalds.

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