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Beruf statt Berufung?

Publikationsdatum: 
22.12.2016
Publikationskanal: 
Weltwoche
Die NZZ am Sonntag weiss: «SVP nimmt Schwänzer an die Kandare.» Weil SVP-Nationalräte während der Session zeitweise gefehlt hätten, überlege sich die Fraktion eine Reglementsänderung. Schuld am Unmut ist eine wegen fünf Abwesenden verlorene Abstimmung über den Schutz vor nichtionisierenden Strahlen. Nun solle das Fraktionsreglement der SVP verschärft werden, um solch ärgerlich knappe Niederlagen künftig zu verhindern.
Gemach. Der Berner SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz wird sich die Folgen solcher Reglementsverschärfungen genau überlegen müssen. Denn am Ende sitzen im Parlament nur noch jene, die Zeit haben. Und das sind nie die Besten. Es wäre der Weg zum Profiparlament, von dem die Linken schon lange träumen. Aus der vollen Überzeugung würde ein Vollzeitjob. Aus der Berufung würde ein Beruf. Beim Generalverbot des Verpassens einer Abstimmung sässen im Nationalrat zuletzt nur noch graue Politbeamte. Erfrischende Unternehmer wie Magdalena Martullo oder Roger Köppel, die aus dem vollen Leben schöpfen, würden undenkbar. Lohnt sich das? Mitnichten. Wenn etwas geändert werden müsste, dann das geltende Parlamentsreglement. Es ist schlicht absurd, dass jede unbedeutende Kleinstpartei bei jedem Geschäft dieselbe Redezeit erhält wie etwa die SVP mit einem runden Drittel Wähleranteil. Dies ist eine unerträgliche Verfälschung des Wählerwillens. So kann sich der grüne Fraktionschef Balthasar Glättli zusammengerechnet stundenlang am eigenen Charisma ergötzen: den grünen Schal ordnend, die Augen gen Himmel gerichtet, die ganze globale Menschheit beschwörend. Aber ohne die geringste Auswirkung.
Der argumentative Maschinengewehrschütze Martin Bäumle müsste sein rhetorisches Ratterwerk massiv verkürzen. Denn seine Grünliberalen haben bei den Wahlen noch drastischer abgenommen als er selber. Martin Landolt von der BDP darf heute das Publikum fast endlos mit seinen lauwarmen Positionen langweilen, ohne dass dies im Land irgendetwas ändert. Landolts Kommentare zum Bundesbudget sind etwa so entscheidend wie eine Stellungnahme des Cäcilienchors Näfels. Nichts wäre angesichts dieses politischen Missstandes einfacher, als dass die Vertreter der wählerstärksten Parteien zusammensitzen. Und den Proporzgedanken nach hundert Jahren nicht nur bei den Nationalratswahlen umsetzen. Sondern auch bei der Redezeit.

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