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«Offensichtlich eine Fehlprognose»

Publikationsdatum: 
29.06.2017
Publikationskanal: 
Weltwoche
Ich habe die Attraktivität der Schweiz unterschätzt», räumt der in Hamburg lehrende Schweizer Professor Thomas Straubhaar in der NZZ ein. Er wirkte 1999 als Gutachter des Bundesrates in Sachen EU-Personenfreizügigkeit. Straubhaar prophezeite damals eine Nettozuwanderung von jährlich weniger als 8000 Personen. Der Professor hat sich um den Faktor 10 geirrt. Was würden wir zu einem Heizungsinstallateur sagen, der für den Winter eine Wohnungstemperatur von 20 Grad verspricht, aber nur 2 Grad hinkriegt?
Statt der prophezeiten 80 000 sind in den letzten zehn Jahren netto 800 000 Menschen in die Schweiz geströmt. Heute kommentiert Straubhaar: «Es war ganz offensichtlich eine Fehlprognose. Dazu stehe ich, und es ärgert mich selber enorm.» Aber die Zuwanderung habe ja nicht geschadet. Beim «Dichtestress» handle es sich «um eine subjektive Wahrnehmung und nicht um einen objektiven Tatbestand». Überhaupt, so der Professor im fernen Hamburg, blieben die Zuwanderungsbewegungen «in Dimensionen, die durchaus zu bewältigen sind».
Vom gleichen Thomas Straubhaar hörten wir es schon mal ganz anders. Im Sonntagsblick jubilierte der Professor 2005: «Toll, endlich Platz! Freuen wir uns, dass wir weniger werden.» Ein Schrumpfen der Bevölkerung habe nichts als Vorteile: «Es wird weniger Stau geben, weniger Parkplatzprobleme, weniger überfüllte Züge, weniger Schlangen vor den Museen, weniger Gedränge in Läden, 15 statt 25 Kinder pro Schulklasse, so dass jedes besser gefördert wird. Die Natur kann plötzlich wieder Gebiete zurückerobern.»
Das alles – so Straubhaar – mache unseren Alltag besser: «Und auch für das Land als Ganzes ist die Schrumpfung eine Chance. Denn die Schweiz lebt auch von der wunderbaren Landschaft, von den Bergen, von der hohen Lebensqualität, vom Tourismus.» Kurz: Jeder habe mehr vom Kuchen. Das funktioniere, belehrte der Professor die NZZ, wenn der Kuchen mindestens gleich bleibe oder grösser werde: «Das heisst also, auf die Produktivität kommt es an und nicht auf das Bevölkerungswachstum.»
2005 prophezeite Professor Thomas Straubhaar der Schweiz eine Einwohnerzahl von 7,0 Millionen im Jahr 2060. Er wird jenes Jahr kaum erleben. Sonst müsste er erneut eingestehen: «Es war ganz offensichtlich eine Fehlprognose. Dazu stehe ich, und es ärgert mich selber enorm.»

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