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«Maul halten» des Maulhelden

Publikationsdatum: 
15.03.2018
Publikationskanal: 
Weltwoche

Der Welterklärer Frank A. Meyer titelte im letzten Sonntagsblick: «Maul halten». Ganz im schnarrenden preussischen Kasernenton seiner Berliner Wahlresidenz. Meyer befiehlt den Unterlegenen der «No Billag»-Abstimmung, ein für alle Mal zu schweigen. Sofort und in Ewigkeit. Er zetert über Schawinski, den Tages-Anzeiger, die NZZ. Weil sie es wagten, der SRG nach dem Verdikt des Souveräns Reformen vorzuschlagen. Dumm nur, dass all die Genannten Gegner der Initiative waren. Und demnach zu den Abstimmungssiegern gehörten.

Dennoch gelte auch für sie: «Maul halten». Denn: «In der Demokratie zählt das Wort der Mehrheit.» Wohl wahr. Allerdings auch dann, wenn Frank A. Meyers Meinung in einer Volksabstimmung verliert. Doch wie verhält sich «Maul halten»-Meyer konkret? Wie ein Maulheld. Nach der Zustimmung zur Minarett-Initiative zeterte er über das «törichte Volksbegehren gegen Minarette». Und rühmte die unterlegenen Unterzeichner eines «Manifests von Prominenten» als «hochgeschätzte Persönlichkeiten», einen gar als «innigen Freund». Obwohl sie das Maul nicht hielten.

Auch nach Annahme der SVP-Ausschaffungsinitiative mochte Frank A. Meyer nicht schweigen. Die SVP bewirtschafte die arbeitende Klasse, «indem sie deren Probleme – beispielsweise den Kulturkonflikt mit Zuwanderern – skrupellos ausbeutet. [. . .] Gesellschaftlich verantwortungsvolle Lösungen dafür aufzuzeigen, gehört nicht zu ihren Absichten.» Der unterlegene Maulheld wollte partout sein Maul nicht halten.

Nachdem die Mehrheit einem weiteren SVP-Anliegen zugestimmt hatte, giftete der Gross- und Langkolumnist: «Gipfel der Kinderei war das Ja zur Volksinitiative gegen die Masseneinwanderung vom 9. Februar 2014. Ein gezielter Angriff auf die Personenfreizügigkeit. [. . .] Doch das Volk ist nicht der Gott der Demokratie. Das eine Volk kann irren.» Aber jetzt, im Fall der SRG, herrscht plötzlich wieder der Gott der Demokratie.

Weil Frank A. Meyer mit einer Talk-Sendung und Ringier von einem Verlagsverbund profitieren. Frank A. Meyer schimpft über die «No Billag»-«Bürschchenschaften der äusseren Rechten». Nach den Harvard-«Bürschchen», den HSG-«Bürschchen», dem Köppel-«Bürschchen» nun also die «Bürschchenschaften». Was hat es bloss mit Meyers Bürschchen-Obsession auf sich? Doch spätestens jetzt gilt auch für mich: «Maul halten.»


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